1. Erkheimer Krippenweg eröffnet

In einer besinnlichen Feierstunde ist in Erkheim der 1. Krippenweg durch die Krippenfreunde, die im Wesentlichen aus sechs Ehepaaren bestehen, eröffnet worden. Die große Vielfalt an Krippendarstellungen ist in 30 Fenstern von Privathäusern und Geschäften zu bewundern.

Adventszeit sei Krippenzeit, sagte Walter Eberhard bei der Eröffnung. Viele Krippenfreunde würden ihre Krippe bereits am ersten Advent aufstellen und diese bis Lichtmess stehen lassen. Beim Aufstellen, das in der Regel mit einem festen Ritual verbunden sei, komme bereits die erste Weihnachtsstimmung auf. Groß sei die Freude, wenn man die Gelegenheit habe, die eigene Krippe anderen zu zeigen und für die Krippe gelobt werde.

Erkheim sei seit acht Jahren eine feste Adresse in Sachen Krippenbrauchtum geworden, so Eberhard. Neben den Krippenausstellungen in der „Brunnenschreinerei" bei Thea Fritz 2008 und im Kustererhaus 2014 hätten die Krippenfreunde im Jahr 2009 die Krippe in der katholischen Kirche neu gebaut. Die Idee für den Erkheimer Krippenweg sei schließlich vor über einem Jahr geboren worden. Größer als erwartet sei dann die Resonanz in der Bevölkerung gewesen. Man habe nicht lange betteln müssen und somit seien nun an 30 Standorten über 60 Krippen ausgestellt, freute sich Eberhard. Neben Einzelpersonen hätten sich auch Vereine, der Kindergarten, die Schule und die Landjugend mit einer Krippendarstellung eingebracht.

Mit dem Krippenweg sei wieder etwas Besonderes in Erkheim entstanden, sagte Bürgermeister Christian Seeberger in seinem Grußwort. Leider sei die Botschaft der ersten Weihnachtsnacht mit Blick auf Syrien aktueller denn je, da viele Mütter dort ihre Kinder in Ruinen zur Welt bringen müssten.

Wie einst der Stern den Weisen den Weg nach Bethlehem wies, deutet ein Stern mit Schweif vor dem jeweiligen Grundstück auf ein Fenster mit einer Krippe hin. Wer sich am Abend auf den Weg begibt, erlebt einen besonderen Reiz, da die Fenster beleuchtet sind. Die Bandbreite der Darstellungen reicht von Miniaturkrippen aus einfachen Materialien bis hin zu einer lebensgroßen Figur aus Metall. Neben heimatlichen und orientalischen Krippen sind auch Krippen aus Peru, Mexiko, Kenia und anderen Ländern ausgestellt. Viel Arbeit steckt in den selbst gebauten Krippen, so zum Beispiel bei einer Krippe, in der Figuren aus 17 verschiedenen Holzarten geschnitzt wurden.

Information:

Die Krippen sind bis zum 8. Januar 2017 ausgestellt und abends bis 23 Uhr beleuchtet.
Ein Flyer zum 1. Erkheimer Krippenweg mit den Krippenstandorten kann unter http://www.erkheim.de/de/leben-wohnen/kultur/ im Internet heruntergeladen werden. Der Flyer liegt auch in den Geschäften und im Schriftenstand der katholischen Kirche aus.
Kontakt: krippenfreunde.erkheim@gmail.com